Die Geschäftsstelle der IDH ist eine „rotierende“ ehrenamtliche Geschäftsstelle. In der Regel für ein Jahr übernimmt eine der Mitgliedsorganisationen der IdH die Geschäftsführung. Zurzeit wird diese Aufgabe wahrgenommen vom
Apothekerverband Schleswig-Holstein e.V.Vorsitzender: Hans-Günter Lund
Steekberg 11
24107 Kiel
ist ein Zusammenschluss der Organisationen der Ärzte, Apotheker, Zahnärzte, Tierärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein zur Formulierung gemeinsamer Positionen und Ziele, die abgestimmt gegenüber der Öffentlichkeit vertreten werden. Diese Art der Zusammenarbeit ist in der Bundesrepublik Deutschland selten. Die Interessengemeinschaft der Heilberufe (IDH) dient auch dem Meinungsaustausch zwischen den akademischen Heilberufen und der Politik.
Die IDH-Mitglieder bekennen sich zu den Grundsätzen, auf denen das deutsche Gesundheitswesen beruht: Ein freiheitliches, staatsfernes und solidarisches System mit selbstverwalteten und freiberuflich tätigen Heilberufen, für deren Arbeit der Staat einen verlässlichen Rahmen bietet. Patientinnen und Patienten erhalten unabhängig von ihrem sozialen Status, Alter oder Einkommen einen niedrigschwelligen Zugang zu Gesundheitsleistungen. Diese Kennzeichen sind der Garant des Erfolges.
Damit hebt sich das deutsche Gesundheitswesen in weiten Teilen von vielen anderen europäischen Staaten ab. Die Heilberufe und ihre Organisationen sichern das hohe Niveau der medizinischen Versorgung rund um die Uhr. Sie garantieren und organisieren den Zugang zu den Gesundheitsleitungen und die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitglieder.
Die Interessengemeinschaft der Heilberufe (IDH) wirkt aktiv durch:
Die Interessengemeinschaft der Heilberufe (IDH) wurde 1976 auf Initiative engagierter Vertreter der Apotheker- und Ärzteschaft gegründet. Gemeinsame Intention war es, eine übergreifende Organisation der Heilberufe für eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit in Schleswig-Holstein zu schaffen. Nicht zuletzt, weil sich die IDH dem Wandel der Zeit immer wieder angepasst hat, hat sich die Gründungsidee bis heute bewährt.
Über die Unterschiede der einzelnen Berufsgruppen hinweg bildet die IDH eine gemeinsame Plattform. Die IDH hat sich seit 1976 als wichtiger Ansprechpartner für Politik und Medien in Fragen der Gesundheitsaufklärung und der Gesundheitspolitik etabliert.
Die Konsultationsrunde
Regelmäßig treffen sich die Präsidenten und Vorsitzenden der in der Interessengemeinschaft der Heilberufe (IDH) zusammengeschlossenen Organisationen zum Meinungsaustausch in der Konsultationsrunde. In dieser Runde werden gemeinsame Ziele formuliert und öffentliche Aktivitäten beschlossen.
Diskussionen und Abstimmung prägen die Gespräche in der Konsultationsrunde. Ihre Themen sind die Fortentwicklung des freiheitlichen Gesundheitswesens in Schleswig-Holstein, die Umsetzung übergreifender Gesundheitsziele sowie die Positionierung der Leistungserbringer im Gesundheitswesen und gegenüber der Politik. Auch Themen für öffentlichkeitswirksame Maßnahmen werden von der Konsultationsrunde beschlossen.
Die Exekutivrunde
Die Arbeitsebene der Interessengemeinschaft der Heilberufe (IDH) ist die Exekutivrunde. Mitglieder sind die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer bzw. die dafür Beauftragten der jeweiligen Mitgliedsorganisationen. Die Mitglieder der Exekutivrunde treffen sich in regelmäßigen Abständen zur gegenseitigen Information. Sie organisieren die Umsetzung der von der Konsultationsrunde beschlossenen Maßnahmen und Veranstaltungen.
Die akademischen Heilberufe sind eine tragende Säule des Gesundheitssystems. Aus der täglichen Praxis bringen sie ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung ein. Von der Gesundheitspolitik erwarten sie Berechenbarkeit und Aufgeschlossenheit als Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, von der letztendlich alle und insbesondere die Patientinnen und Patienten profitieren.
Damit die Gesundheitsversorgung auch künftig auf hohem Niveau erfolgen kann, setzen sich die IDH-Mitglieder für Reformen mit Augenmaß ein, die auch bei notwendigen Veränderungen langfristige Planungssicherheit bieten. Um auch der nächsten Generation von Heilberuflern gute Arbeitsbedingungen bieten zu können, müssen bewährte Strukturen gestärkt und, wo erforderlich, neue Lösungen im Dialog zwischen Politik und Heilberufen gefunden werden.
Die Mitglieder der IDH werben für eine freiberuflich-selbstständige Berufsausübung und unterstützen junge Heilberufler bei der Niederlassung. Sie appellieren an die Landespolitik, in den ländlichen Räumen in eine Infrastruktur zu investieren, die diese Regionen attraktiv für freiberuflich-selbstständige Heilberufler bleiben lässt. Dabei muss die Erreichbarkeit der Gesundheitseinrichtungen für Patientinnen und Patienten durch Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und – für die ortsungebundene Kommunikation – durch den Ausbau der Breitbandversorgung sichergestellt werden.
Begrenzte Mittel und eine sinkende Zahl an Beitragszahlern treffen auf ein dynamisches Leistungsgeschehen und steigende Leistungsansprüche. Deshalb gehört die künftige Finanzierungsstruktur des solidarischen Gesundheitswesens auf die Agenda. Eine Einbeziehung der PKV in die GKV, wie dies in einer Bürgerversicherung der Fall wäre, löst die bestehenden Probleme nicht. Eine auch verfassungsrechtlich bedenkliche Abschaffung der PKV würde das Gesamtsystem schwächen und damit letztlich auch den GKV-Versicherten schaden.
Patientinnen und Patienten erfahren heute nicht, welche Kosten mit der Inanspruchnahme einer Leistung entstehen. Selbstbeteiligungen leisten einen Beitrag zu mehr Kostenbewusstsein und bewirken eine zielgenauere Versorgungssteuerung. Jede Eigenbeteiligung muss mit Augenmaß ausgestaltet werden und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des einzelnen Patienten berücksichtigen.
Ein staatsnahes System birgt das Risiko von mehr Regulierung und Bürokratie. Der Raum für kreative und flexible Lösungen wird eingeengt, es droht eine Demotivation der Heilberufler sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Folgen solcher Politik sind in vielen staatlich gelenkten Gesundheitssystemen zu beobachten. Eine solche Weichenstellung muss in Deutschland verhindert werden.
Betriebswirtschaftlich korrekt kalkulierte Vergütungssysteme sind für alle Heilberufe unverzichtbar. Angemessene und regelmäßig angepasste Honorare sind zwingende Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb von Praxen und Apotheken und damit für eine verlässliche Patientenversorgung. Ohne eine leistungsgerechte Vergütung wird die Investition in die eigene Praxis oder Apotheke zu einem unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risiko.